MUSEUMSUFER

Wie auf einer Perlenkette reiht sich am Sachsenhäuser Mainufer ein Mu¬seum ans nächste. Von historischen Funden bis zu cineastischen Höhe¬punkten, von mittelalterlicher Malerei bis zur modernsten Kommunika¬tionstechnik – der Bogen spannt sich über etliche Jahrhunderte und bie¬tet für Besucher aller Altersklassen und Interessensgebiete zahlreiche Exponate, auch in wechselnden Sonderausstellungen.
MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST – MAK
Das MAK zeigt, in sechs Abteilungen untergliedert, aus seiner mehr als 30 000 Objekte umfassenden Sammlung europäisches, islamisches und ostasiatisches Kunsthandwerk, aber auch Exponate zur Buch- und Schriftkunst sowie zum Design. Zur Museumsanlage in einer großzügigen Grünanlage gehört neben dem lichten Neubau von Richard Meier auch die Villa Metzler, ein Frankfurter Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert.

MUSEUM DER WELTKULTUREN
Die Unterschiedlichkeit der Menschheit lässt sich am besten über die verschiedenen Kulturen kennen lernen. Das Museum ver¬mittelt fremde Lebensweisen und möchte dadurch Akzeptanz für diese schaffen. Der Blick auf das Fremde sensibilisiert. Zeitgenössi¬sche Werke von Künstlern aus Afrika, Ozeanien, Asien zeigt die Galerie 37, im interkulturellen Atelier lassen sich viele Gegenstände selbst auspro¬bieren.

DEUTSCHES FILMMUSEUM
Wie die Bilder laufen lernten, erfährt man im 1984 gegründeten Deutschen F ilmmuseum, Die Dauerausstellung zeigt auf verschiedenen Stockwerken Kulissennachbauten, Guckkästen, Abgüsse von Gesichtsmasken wie bei¬ spielsweise der Maske von Frankenstein und Studioarchitektur. Tricktech¬nik darf selbst ausprobiert werden. Außerdem beherbergt das Filmmuseum die filmischen Nachlässe von Curd Jürgens und Stanley Kubrick. Ergän¬zend gibt es immer wieder Einzelausstellungen, dazu themenorientierte Kinoreihen und Vorträge.

DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM
Die Entwicklung der Weltarchitektur ist Thema in der Doppelhausvilla am Main. Hier wird die menschliche Bau- und Siedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart präsentiert. Wechselausstellungen zu Alltags¬themen der Architektur, aber auch zu regionalen oder populären Schwer¬punkten des Bauens eröffnen immer wieder neue Blickwinkel.

MUSEUM FÜR KOMMUNIKATION
Alte Postkutschen, gelbe Postfahrräder, eine der größten Telefonsamm¬lungen der Welt, den Kopernikussatelliten und die Geschichte der Fern-meldetechnik vom 19. Jahrhundert bis heute können Technikinteressierte hier bestaunen. Außerdem präsentiert das Museum Künstlersammlun¬gen, beispielsweise von Joseph Beuys, zum Thema Kommunikation.

HINWEIS
Mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten rund um das Thema “Kommunikation11 ist das Museum hervorragend für Kinder geeignet. Darüber hinaus ist auch das Cafe äußerst kinderfreundlich.
STÄDEL
Alte Meister und Werke der Klassischen Moderne umfasst die Sammlung im klassizistischen Bau des Städelschen Kunstinstituts. Jan van Eyck, Au¬guste Renoir und Edouard Manet gehören zum festen Bestand, ebenso Max Beckmann, der außerdem am Städel lehrte.
Hinzu kommen ständig neue Sonderausstellungen wie beispielsweise die “Rembrandt-Rembrandt-Schau”. Dem Museum angegliedert ist die Kunst¬akademie Städelschule.
LIEBIEGHAUS MUSEUM ALTER PLASTIK
Die herrschaftliche Villa in dem prächtigen Park ist durch ihren Uhren¬turm über den Kastanienwipfeln gut sichtbar. Im Museum Alter Plastik stehen Skulpturen ägyptischen, griechischen oder römischen Ursprungs Hinzu kommt eine große Sammlung vor allem mittelalterlicher Exponate.
Sachsenhausen, Schaummainkai 71, Tel. 06921238615, U1/2/3 Schweizer Platz,
Straßenbahn Linie 15/16 Otto-Hahn-Piatz, Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr, www. Hebieghaus. de
TIPP
Das Cafe im Liebieghaus verwöhnt in der einstigen Villa des Textilfabrikanten Baron von Liebieg mit selbst gebackenem Kuchen, im Sommer lässt es sich herrlich im Schatten der alten Kastanien ausruhen.
MUSEUM GIERSCH
In Wechselausstellungen zeigt das Museum Giersch in der neoklassizisti¬schen Villa die Kunstlandschaft Rhein-Main und bietet damit Einblick in das künstlerische Schaffen der Region.

MUSEEN IN DER STADT
Auch über das Museumsufer hinaus eröffnet sich in Frankfurt eine einma¬lige Museumslandschaft. Römische Funde sind ebenso zu entdecken und zu bestaunen wie riesige Saurierskelette, modernste Kunst oder osteuro¬päische Ikonographie. Auch die nähere Umgebung hält Schätze bereit.
ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM FRANKFURT
Zufällig stieß man Mitte der 70er-Jahre beim Bau der Tiefgarage am Rö¬merberg auf die Überreste einer Jahrtausende alten römischen Siedlung. Der Römerberg in der Stadtmitte und die ehemalige Römerstadt Nidda- Heddernheim waren Fundstellen für viele Exponate, die heute in der ehe¬maligen Karmeliterkirche ausgestellt werden. Das Archäologische Mu¬seum zeigt die prähistorische, römische, mittelalterliche und neuzeitliche Archäologie Frankfurts und der Umgebung.

DIALOGMUSEUM
Eine Ausstellung, in der nichts zu sehen ist, ist für ein Museum unge- wohnlich. Ende 2005 öffnete das Dialogmuseum seine Pforten. Der Par¬ cours “Dialog im Dunkeln” ermöglicht Besuchern, in eine Welt des Nicht- Sehens einzutauchen und bewusst die Welt mit anderen Sinnen zu erle¬ben. Ob im nachgebauten Park mit Bäumen, unebenen Sandböden, Sitz¬bänken und einem Holzsteg oder in der Atmosphäre einer Innenstadt mit ihrem Klangteppich – es gibt allerlei zum Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken.

HINWEIS
Museumsbesuch nur in Begleitung eines blinden Guides möglich;
Tourdauer ab 1 Stunde. Bookingline: Tel. 0700 44556000.
TIPP
Mi und Fr gibt es ab 19 Uhr ein Restaurant, in dem blinde
Servicekräfte ein Überraschungsmenü unter dem Motto “Taste
of Darkness” servieren, Reservierung erforderlich,
Bookingline: Tel. 0700 44556000.

EXPLORA MUSEUM
Im Glauburg-Bunker, einem Luftschutz-Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, lädt das Museum zum Experimentieren mit Wissenschaft und Technik ein. Optische Illusionen, Holografie, 3D-Magic-Eye-Suchbilder, Vexierbilder und Stereo-3D-Kunst bilden nur einen Teil der Sammlung. Interaktive Kunstwerke machen technische Besonderheiten, beispielsweise den Schall, erlebbar.

GELDMUSEUM
In der europäischen Finanzmetropole darf ein Museum rund ums Geld nicht fehlen. In der multimedialen Dauerausstellung dokumentiert das Museum der Deutschen Bundesbank die Geschichte und Funktionen des wichtigsten Tauschmittels der Welt. Aufgaben der Notenbanken werden
ebenso erklärt wie die Bedeutung stabilen Geldes. Per Computersimula¬tion können Besucher die Geldmenge steuern und beobachten, welche Auswirkungen das auf die Volkswirtschaft hat. Vormünzliche Zahlungs¬mittel und historische Banknoten gibt es ebenso zu sehen wie eine Reihe von Fälschungen.

HINWEIS
Der Eintritt ist frei. Zu bestimmten Themen wie “Rund um die Preisstabilität” oder “Rund um die Europäische Währungsunion” gibt es circa 20-minütige Museums-Rallyes, in denen man sein Wissen testen kann. Auf Kinder und Jugendliche wartet das Münzen- und Noten-Suchspiel.

Sehen Sie mehr: Berlin Reiseführer | Vietnam Laos Kambodscha 4 Wochen | Halong bay cruise | day trip Ho Chi Minh Mekong Delta | Rundreise Vietnam 7 Tage |excursion à ninh binh | circuit du nord au sud vietnam | voyage à la carte vietnam | saigon phnompenh mékong 3jours

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply