Historie

Frankfurt
HISTORIE UND STADTGESCHICHTE EIN KURZER, PUNKTUELLER STREIFZUG DURCH DIE JAHRHUNDERTE
Schon in der Jungsteinzeit (spä¬testens seit 3 000 v. Chr.) befand sich auf dem Domhügel eine Siedlung; Ende des 1. Jahrhun-derts n. Chr. entwickelte sich am selben Ort ein römischer Militär¬stützpunkt.
Die Franken fanden gegen 550 n. Chr., in Höhe des heutigen Eisernen Steges, eine Felsbarriere, die es ihnen bei normalem Wasserstand ermöglichte, den Main bequem und gefahrlos zu überqueren.
794
In der ersten Erwähnung Frank¬furts in einer Urkunde Karls des Großen wird diese Stelle “Fran- konofurd” genannt, das bedeutet “Furt der Franken”, woraus später Frankfurt wurde. Erst mit der Aus¬baggerung des Flussbettes im 19. Jh. verschwand die Furt.
8./9. JH.
Zahlreiche Reichsversammlungen in Frankfurt, Bau der karolingi¬schen Pfalz, Weihung der Salva¬torkirche, auf deren Platz der heu¬tige Dom steht. Gründung des späteren Reichsstifts St. Bartholo¬mäus. Die Herrschaft der Karolin¬ger endet, Frankfurt verliert an Bedeutung.
11./12. JH.
Entwicklung des “Marktes” Frank¬furt, erstmals erwähnt 1140. Die Staufer erkennen die strategische Bedeutung von Frankfurt. Errich¬tung des Saalhofes, der staufi¬schen Kaiserpfalz. Zahlreiche Reichstage werden in Frankfurt abgehalten. Erste urkundliche Er¬wähnung Sachsenhausens.
13./14. JH.
Entwicklung zur Stadt. Schultheiß und Schöffenrat werden installiert und verwalten fortan die Stadt.
Die “Alte Brücke” wird erstmals urkundlich erwähnt, sie wird im
Laufe der Jahrhunderte 17 Mal zerstört. Klostergründung der Weißfrauen.
1356
Durch die “Goldene Bulle” wird Frankfurt als Wahlstadt der deut¬schen Könige bestätigt. Dieses Dokument, das auch den Ablauf der Wahl genau regelt, bleibt bis 1806 in Kraft.
15./16. JH.
Gründung der ersten Frankfurter Bank (1402). Das “Haus zum Rö¬mer” wird Rathaus. Bau des Dom turms. Der Eschenheimer Turm, einer von insgesamt 55 Türmen der Stadtmauer, wird fertig ge¬stellt. Die Judengasse wird errich¬tet. Die erste nicht geistliche Schule wird von Frankfurter Bür¬gern gegründet. Die Reformation hält Einzug und Frankfurt wird evangelisch-lutherisch.
17./18. JH.
Erste Nennung der Frankfurter Börse (1605). Frankfurt zählt etwa 19.000 Einwohner, die Zahl der Juden wird auf 3.000 geschätzt. Aufstand gegen den Rat der Stadt und Übergriffe auf die Juden. Die Pest rafft tausende dahin.
Das “Frankfurter Journal”, später¬hin im “Frankfurter Intelligenz¬blatt” aufgehend, erscheint als ei¬ne der ersten Zeitungen der Stadt. Die Brentanos siedeln nach Frankfurt über. Die Bankhäuser Bethmann, Rothschild und von
Metzler entstehen. Goethe wird (1749) geboren. Das erste feste Theaterhaus, das “Komödien- haus”, wird eröffnet. 1790 zählt die Stadt Frankfurt etwa 42.000 Einwohner.
19. JH.
Die Museumsgesellschaft wird ge¬gründet, erste Museen entstehen. Durch eine Stiftung Johann Frie¬drich von Städels entsteht, nach langem Rechtsstreit, das Städel- Museum. Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft wird gegründet. Die “Frankfurter Würstchen” und die “Bethmänn- chen” werden kreiert. Arthur Schopenhauer zieht nach Frank¬furt. Die Paulskirche wird einge¬weiht. 1848 tagt hier die Natio¬nalversammlung, das erste deut¬sche Parlament. Die Frankfurter Societäts-Druckerei bringt die Frankfurter Zeitung heraus. Der erste Zoo Frankfurts wird an der Bockenheimer Landstraße eröff¬net. Die neue Hauptsynagoge wird eingeweiht. Erste Trinkhal¬len, die so genannten “Wasser-häuschen”, werden eröffnet. Gründung von “Maister, Lucius & Brüning”, später “Farbwerke Höchst”. Der Eiserne Steg wird als Hängebrücke eingeweiht. Hein¬rich Christian Henninger erwirbt eine kleine, moderne Brauerei, Philipp Possmann eröffnet das Gasthaus “Zum Taunus” und kel¬tert selbst Apfelwein. Erste Annä¬herungen der Stadt an den “Jazz”, die Oper am Platz der heutigen “Alten Oper” wird mit “Don Gio¬vanni” eingeweiht. 1884 fährt die erste elektrische Straßenbahn Frankfurts. 1886 wird die Juden¬gasse abgerissen. 1890 beträgt die Einwohnerzahl 180.000.
20, JH.
Erste Internationale Automobilaus-Stellung (1900). Auf Grund zahlrei¬cher Eingemeindungen beträgt die Einwohnerzahl 1900 bereits etwa 290.000.1907 gibt es in Frankfurt bereits 9 Kinos. Es wird mit dem Bau des Flugplatzes Reb¬stock begonnen, 1926 wird dieser zum Zentralflughafen.
Die Frankfurter Universität als ers¬te Stiftungsuniversität Europas wird gegründet und als “Königli¬che Universität Frankfurt am Main’ eröffnet. Erst mit dem 100. Todes¬tag Goethes (1932) wird sie in Jo- hann-Wolfgang-Goethe-Univer- sität umbenannt. Rosa Luxem¬burg hält eine heftige Rede geger den Krieg und wird inhaftiert, Max Beckmann bezieht sein Ate¬lier in der Schweizer Straße.
Nach dem 1. Weltkrieg besetzen französische Truppen Teile Frank¬furts. Die Frankfurter Turngemein-de von 1861 und der Fußball-Club Union 06 schließen sich 1920 zur “Frankfurter Turn- und Sportge¬meinde Eintracht e.V. von 1861” zusammen, der Sitz des Vereins ist noch heute am Riederwald. 1925 schließt sich nach 20-jähri¬ger Vorbereitung die chemische Großindustrie zur “IG Farbenindus¬trie Aktiengesellschaft” zusammen und baut im Frankfurter Westend ihren Firmensitz, in dem heute die Universität untergebracht ist. 1929 erringt die NSDAP bei den Kom¬munalwahlen mit 9,9 Prozent 9 Sitze im Rathaus, die SPD ist stärkste Fraktion mit 25 Sitzen, bei den Reichstagswahlen 1930 er¬reicht die NSDAP bereits 20,8 Pro-zent, bei den erneuten Reichtags¬wahlen 1933 dann 44,1 Prozent, mehr als SPD und KPD zusammen. In der so genannten “Reichskris¬tallnacht” werden zahlreiche jüdi¬sche Geschäfte und Synagogen zerstört, mehr als 1 1,000 Frank¬furter Juden sterben in der Zeit des Naziregims, viele werden ver¬schleppt und finden den Tod in den Konzentrationslagern, darun¬ter auch die in Frankfurt geborene Anne Frank.
1943 und 1944 führen schwere Bombenangriffe und daraus resul¬tierende Großbrände zur fast völli¬gen Zerstörung der Frankfurter Altstadt. Kurz vor dem Einrücken der amerikanischen Streitkräfte werden alle noch intakten Main¬brücken gesprengt. 1945 wird Frankfurt von amerikanischen Trup¬pen besetzt, bis 1952 befindet sich hier der Sitz der US-Militär- regierung, und der Flughafen wird zur wichtigsten Drehscheibe für die amerikanischen Streitkräfte. Oberbürgermeister Walter Kolb begründet den Wiederaufbau der Stadt. Die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Allgemeine Zeitung erscheinen. 1949 findet die erste Frankfurter Buchmesse statt, und Thomas Mann erhält den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt. Von Frankfurt aus wird die Luft¬brücke nach Berlin geschlagen. Der Aufstieg des Frankfurter Flug¬hafens nimmt seinen Lauf. Frank-furt versteht sich heute als welt¬offener Handelsplatz und interna¬tionale Metropole.

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