Frankfurts Gärten

Rund 27 Kilometer fließt der Main durchs Frankfurter Stadtgebiet, bevor er anschließend bei Mainz in den Rhein mündet. Schon Goethe beschrieb im “Osterspaziergang” den Fluss als Hort der Erholung. Auch heute genie¬ßen Spazier- und Müßiggänger die Uferpromenade der transkontinentalen Wasserstraße zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer ebenso wie Jogger, Skater und Radler. Wen es direkt aufs Wasser zieht, der kann sich am Eisernen Steg Tret- und Ruderboote für eine Bootsfahrt mieten. Dort legen auch die Ausflugsschiffe ab, die vom Frühjahr bis Herbst Rundfahrten auf dem Main und bis zum Rhein anbieten. Durchatmen, Luft¬holen und Abstand gewinnen – dazu laden außerdem viele Parks und kleine grüne Oasen mitten in der Stadt ein.

BETHMANN-PARK MIT CHINESISCHEM GARTEN
Ein Kleinod mitten in der Stadt ist der Bethmann-Park. 1789 erwarb die Familie von Bethmann den Patrizierpark als “Garten vor dem Thore”. 1803 besuchte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Park, zehn Jahre später lustwandelte hier Napoleon. Das ist Geschichte. Heute zeigt der Park sein internationales Gesicht: 1989 eröffnete der Chinesische Garten im Bethmann-Park, mit seiner Zickzackbrücke, den Elementen chinesischer Gartenkunst und den Pavillons ein echtes Stück China mitten in Frankfurt. Der Garten ist ein Geschenk von Frankfurts Partnerstadt Guangzhou. Sämt¬liche Materialien für den Bau und die Verzierung der Pagoden, Skulptu¬ren und der Jadegürtelbrücke stammen von dort. Ein Schmuckstück ist der Wasserpavillon, in dem manche Banker die Mittagspause nutzen, um im hektischen Cityalltag dem Fließen ihres Yin und Yang nachzuspüren.
Nordend, Eingang Mauerweg, U4 Merianplatz HINWEIS
Der Pflanzengarten im Bethmannpark informiert über Pflanzenkrankheiten und Schädlinge und gibt Tipps zu Pflege und Pflanzung.
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr 10-12 Uhr

STADTWALD UND GOETHETURM
Der 5000 Hektar große Stadtwald im Frankfurter Süden ist Erholungsge¬biet für Groß und Klein und reicht bis an die Stadtgrenze. Mittelpunkt des Waldspielplatzes “Scheerwald” ist an heißen Sommertagen das Wasser¬sprühfeld sowie das Planschbecken, auch für Kleinkinder. Nicht weit ent¬fernt steht am Sachsenhäuser Landwehrweg der Goetheturm, mit seinen 43 Metern einer der höchsten hölzernen Aussichtstürme Deutschlands. Bei klarem Wetter genießt man von oben eine tolle Aussicht über ganz Frankfurt bis hin zum Taunus. Eine hölzerne Fußgängerbrücke führt über die Bundesstraße zum Jacobiweiher an der Oberschweinstiege: Im Volks¬mund heißt der Weiher wegen der vier umliegenden Ortschaften Nieder¬rad, Oberrad, Sachsenhausen und Isenburg auch “Vierwaldstätter See”. Darin tummeln sich zahlreiche Fische und bereichern den Speiseplan der Graureiher und Kormorane. Ein Rundweg mit Sitzbänken führt um den Weiher. Am nordöstlichen Ufer öffnet sich ein Platz mit Rednerpult für rund 50 Zuhörer. Diese “Speakers Corner” wird im Sommer auch für Waldgottesdienste genutzt. Etwas getrübt wird die Freude an der Natur im Stadtwald allerdings durch wenig natürliche Klänge: Besonders der Bereich um den Jacobiweiher liegt größtenteils in der Einflugschneise des Rhein-Main-Flughafens. Für alle, die gerne Airline-Raten spielen, ist die relativ niedrige Flöhe der Flieger allerdings ideal.
Sachsenhausen, Straßenbahn 14, Haltestelle Oberschweinstiege, Bus 963, Haltestelle Neu-Isenburg / Straßenbahn; Parkmöglichkeiten: an den Einmündungen von der Isen bürg er Schneise und der Darmstädter Landstraße in die Oberschweinstiegschneise.
Vordem Restaurant: Gästeparkplatz, nur während der Öffnungszeiten geöffnet.
TIPP
Das Waldgasthaus Oberforsthaus lädt
zur Einkehr – im Sommer auch auf der Terrasse.

HINWEIS
Täglich außer montags treffen sich beim Spiridon-Lauftreff im Stadtwald Walker und Läufer. Gruppen gibt’s für jedes Leistungsniveau, die Teilnahme ist kostenlos, Reinschnuppern erwünscht.
Gestartet wird an der Bezirkssportanlage,
Babenhäuser Landstraße, Sachsenhausen. www.spiridon-frankfurt.de

GRÜNGÜRTEL
Die größte grüne Lunge der Stadt ist der äußere Grüngürtel rund um die Stadt. Stadtwald, Niddatal und Berger Rücken schließen sich dazu zu¬sammen. Mit rund 80 Quadratkilometern ist dies Frankfurts wichtigstes Naherholungsgebiet. Hier gibt es Wälder, Auen- und Hügellandschaften, die Gärten, Parks, Obstwiesen, Äcker, Bäche und Weiher sind Lebensräu¬me für unzählige Pflanzen und Tiere – auch wenn der Verkehr manchmal unüberhörbar ist. Der Grüngürtel ist idealerweise mit dem Fahrrad zu er¬kunden, zahlreiche Hinweisschilder und Orientierungspunkte markieren den Weg. 1994 erklärte Hessen den Grüngürtel zum Landschaftsschutz¬gebiet, zwei Jahre später zeichneten ihn die Vereinten Nationen als gu¬tes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung aus.
Der innere Grüngürtel ist von der City aus einfach zu erreichen, er führt entlang des Anlagenringes, beginnend am Willy-Brandt-Platz, am Bank¬
enviertel und an der Alten Oper vorbei zum Eschenheimer Turm. Von dort geht es weiter Richtung Zoo bis zur Flößerbrücke, einmal um den Stadt¬kern Frankfurts herum. Durch einen Spaziergang am Main wieder zurück zum Holbeinsteg lässt er sich schließen.

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