Frankfurts Gärten 2

GRUNEBURGPARK
Nach Dienstschluss der Banken vergnügen sich an lauen Sommeraben¬den viele Fleißige des Westends auf den Wiesen und unter den Bäumen
im Grüneburgpark.Unweit vom Palmengarten findet sich das Areal der ehemaligen “Grünen Burg”, die ab 1789 Treffpunkt der Gesellschaft jener Zeit — wie Goethe und von Arnims – war. Einige Jahrzehnte später errichten die Bankiers Roth¬schild das Grüneburg-Schloss und lassen den Park anlegen, den später die Brüder Siesmay- er (siehe auch Kapitel Palmen¬garten) umgestalten. Seit 1935 gehört das Gelände der Stadt. Das Grüneburg-Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zer¬stört, doch der zum Teil über 100 Jahre alte Baumbestand ist größtenteils erhalten. Auf den Funda¬menten der ehemaligen Orangerie steht heute eine griechisch-orthodoxe Kirche. Im Sommer finden im Grüneburgpark Openair-Kino- und Konzert- Veranstaltungen statt.
Westend, Ul/3 Holzhausenstraße,
Bus 36 Simon-Bolivar-Anlage
HINWEIS
Ganz neu und in unmittelbarer Nachbarschaft des Grüneburgparks entsteht als weiteres Idyll ein koreanischer Garten. 2005 war Korea Gastland der Frankfurter Buchmesse. Für Korea ist Frankfurt Europas wichtigste Drehscheibe: Der Autokonzern Kia baut seine Europazentrale in der Nähe der Frankfurter Messe, Konkurrent Hyundai eröffnet in Frankfurts Nachbarstadt Offenbach seinen europäischen Hauptsitz.

GÜNTHERSBURGPARK
Der heutige Volkspark gehörte im 19. Jahrhundert der Familie Roth¬schild, die auf dem benachbarten Grundstück wohnte. Der sieben Hektar große Park erfreut durch seinen alten schönen Baumbe¬stand. Aus der Ruine der ehemaligen Orangerie entstand 1950 die Kirche der Reformierten Gemeinde. Der Park ist heute ein Spielpark mit Kinder¬spielplätzen, Wasserspielanlage, Bolz- und Streetballplätzen.
HINWEIS
Das Cafe mit Sommergarten lädt auf eine kleine Stärkung ein. Auf der Platanenallee trifft sich oft der Bouleverein. Absolutes Hundeverbot im Park.
Bornheim, Hartmann-Ibach-Straße, U4 Born heim Mitte, Straßenbahn 12 Günthersburgpark/Im Prüfling

HOLZHAUSENPARK MIT WASSERSCHLÖSSCHEN
Der große Kinderspielplatz und die Wiesen locken in den Holzhausenpark. Eine idyllische Kastanienallee führt vom Oeder Weg zum Holzhausen¬schlösschen. 1722 errichtete der französische Architekt Remy de la Fosse
das barocke Wasserschlösschen als Sommerresidenz der Familie Holzhausen. Knapp hundert Jahre später entstand um das Schlöss¬chen ein Landschaftspark im en¬glischen Stil mit wertvollem Baumbestand. Heute ist das Holz¬hausenschlösschen Sitz der Frank¬furter Bürgerstiftung. Hier finden regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen statt.
Nordend, U1/2/3 Holzhausenstraße, Bus 36 Hoizhausenpark HINWEIS
Das Holzhausenschlösschen ist nur an bestimmten Wochentagen geöffnet. Informationen unter Tel. 069 557791. Der gesamte Park ist ein Spielpark, daher absolutes Hundeverbot.
Auch hier können sich Besucher in einem Sommercafe stärken und verwöhnen lassen.

NIDDALAUF
Auch wenn der Main der bekannteste Fluss Frankfurts ist, er ist nicht der einzige: Die Nidda – die im Flohen Vogelsberg auf über 700 Metern ent¬springt – fließt rund 18 Kilometer durch Frankfurter Stadtgebiet, bevor sie in Frankfurt-Höchst in den Main mündet. Den Namen verdankt der Fluss einer keltisch-germanischen Siedlung namens Nida bei Heddernheim. Schon die Römer nutzten das Gewässer als Transport- und Handelsweg, später half die Wasserkraft der Nidda den Müllern beim Getreidemahlen. Heute finden sich im Landschaftsschutzgebiet an der Nidda und ihren Altarmen Park- und Grünflächen, Vogelschutzgebiete und Reste von Au¬wäldern. Bei Joggern, Skatern, Anglern und Spaziergängern ist der Nid¬dalauf beliebter Erholungsraum
Zugang beispielsweise in Hausen, Rödelheim, Heddernheim, Eschersheim HINWEIS
Bei der Lernstation Alter Flughafen im Grüngürtel in Bonames können Gruppen ab 15 Personen unter der Leitung der Naturschule Hessen ein schwimmendes Labor bauen und dem Gewässer “auf den Grund” gehen. Bei der Floßfahrt auf den selbstgebauten Flößen erkunden die Teilnehmer die Tier- und Pflanzenwelt vom Fluss aus. Informationen bei der Naturschule Hessen,
Tel. 06181 9080936 oder unterwww.naturschule-hessen.de.
HINWEIS
An der Nidda, am Rödelheimer Wehr, steht das historische Petrihaus. Ursprünglich das einfache Fachwerkhaus eines Bäckers, gehörte es ab dem 19. Jahrhundert dem Bankier Georg von Brentano. So wurde es ein Ort der Literaturgeschichte. Clemens von Brentano, die Märchensammler Grimm, Adele Schopenhauer und Marianne von Willemer trafen sich damals hier am Niddaufer zum literarischen Kreis. Unweit des Hauses steht ein etwa 200 Jahre alter Ginkobaum. Die Legende erzählt, dieser Baum habe Goethe, der Brentano bei der Gartengestaltung beriet, zu seinen Gedichtzeilen “Ginkgo biloba” inspiriert. Flausen, U6 Flausener Weg

OSTPARK
Frankfurts erster Volkspark wurde vor knapp 100 Jahren im ehemaligen Arbeiterviertel Frankfurts angelegt. Die großen Wiesen werden von zahl¬reichen Hobby-Fußballern genutzt, auch Joschka Fischer kickte hier einst den Ball. Zentrum des Parks stellt der etwa vier Hektar große Ostparkwei¬her, mit seinen Schwänen, Enten und Reihern dar.
Ostend, Ostparksztrasse, U6 Eissporthalle/Festplatz HINWEIS
Einen phantastischen Blick auf Frankfurt genießt man vom Lohrberg aus.
An den steilen Hängen ist auch Frankfurts einziger und eigener Weinberg zu bewundern. Leider ist der Lohrberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen.

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