Frankfurt feiert

Frankfurt und die Frankfurter verstehen zu feiern, im Großen wie im Klei¬nen. Neben zahlreichen Straßenfesten, wie dem Berger Straßen Fest, oder dem Lichterfest im Palmengarten, gibt es alljährlich wiederkehrende Events, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind und Men¬schen nach Frankfurt ziehen.
FISCHERSTECHEN BEIM MAINFEST EIN WAHRES VOLKSVERGNÜGEN
Das Mainfest auf dem Römerberg und am Mainkai zählt zu den ältesten Stadtfesten in Frankfurt. Sein Ursprung gehtauf die Weihe der Dreikönigs¬kirche im Juli 1340 zurück, auch die Fischer der Stadt nahmen dieses Er¬eignis als willkommenen Anlass, ein Fest zu feiern. Nun gut, Gänserupfen und Entenangeln sind heute passe, aber das Fischerstechen, bei dem ge-standene Mannsbilder ihren Kontrahenten vom gegnerischen Boot ins Wasser des Mains schubsen müssen, zählt noch heute zu den beliebten Volksbelustigungen.
Auf der Speisekarte stehen während des viertägigen Volksfestes im Au¬gust der traditionelle “Ochs’ am Spieß” und Wein – aus dem Gerechtig¬keitsbrunnen! Mit seinen vielen Kinderkarussells und Fahrgeschäften ist das Mainfest das große Fest für die ganze Familie inmitten der Stadt. Rund 350 000 Besucher freuen sich über die “Kerb am Main”, bei der es am letzten Tag ein imposantes Feuerwerk zu sehen gibt.
MIT DER DIPPE DREIFACH DURCH DEN LOOPING
Der größte Rummelplatz der Region ist zweifellos Frankfurts “Dippemess” auf dem Festplatz am Ratsweg. Sie wartet stets mit modernsten Fahrge¬schäften, einer rasanten Looping-Anlage und einer imposanten Achter¬bahn auf.
Frankfurter “Dippe”, also die Keramikwaren für die Küche, werden hier auch heute noch gerne gekauft. Doch viele Frankfurter – ob jung oder alt – zieht es meist direkt auf die Kirmes, in die langen Gassen mit den Los¬buden und Geisterbahnen, Autoscooter, Schießständen und den unzähli¬gen Imbissbuden. Im großen Festzelt findet täglich Live-Musik statt, und Frankfurts Hausgetränk, der Apfelwein, darf natürlich nicht fehlen.
An Familientagen können sich Eltern mit ihren Kindern zu vergünstigten Preisen vergnügen. Und der “Rosa Montag” gilt mittlerweile bei Frank¬furts Schwulen- und Lesbenszene als fester Treffpunkt.
Auch hier kracht und blitzt es gewaltig: Die Frühjahrs-Dippemess wird traditionell mit einem großen Feuerwerk eröffnet und beendet, das viele Frankfurter vom benachbarten Bornheimer Hang oder dem Lohrberg aus in seiner ganzen Pracht verfolgen.

ZU PFINGSTEN GEHT’S INS WALDCHE
Mitten im Stadtwald, dem so genannten “Wäldche”, feiern die Frankfurter am Dienstag nach Pfingsten seit Jahrhunderten ih¬ren “Nationalfeiertag” – den “Wäldchestag”. Einen Katzen¬sprung entfernt von der Commerz¬bank-Arena im Süden der Stadt findet am verlängerten Pfingstwochenende ein großes Volksfest statt. Die Ursprünge lassen sich sowohl auf heidnische Frühjahrstänze zurückfüh¬ren als auch auf Frühjahrspicknicke der Frankfurter Knechte und Mägde nach dem Pfingstaustrieb des Viehs,
Manch ein Frankfurter Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern gar ei¬nen halben freien Urlaubstag, und nicht selten verabreden sich Firmen¬teams mitsamt ihren Chefs auf einen kühlen Schoppen unter den Bäu¬men. Das weithin sichtbare Riesenrad kündet vier Tage lang von der aus¬gelassenen Stimmung: Über hunderttausend Besucher treffen sich zur Kerb bei Apfelwein, Ftandkäs’ und Musik.
Mit “Kind und Kegel zu Speis, Trank und Belustigung ins Wäldchen” wer¬den am Dienstagabend gegen 18 Uhr auch die Stadtoberen erwartet. Da¬men und Herren des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung üben sich im Schützenhaus des ehemaligen Oberforsthauses beim Wäld- chesschießen – zum Vergnügen der Zuschauer.
Sachsenhausen, Straßenbahnlinie 21 und ständige Sonderzüge,
Haltestelle Oberforsthaus,
Öffnungszeiten an Pfingsten: Sa u. So 12-1 Uhr, Mo u. Di 12-24 Uhr

WARME MARONEN UND GROSSES STADTGELÄUT
Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt verwandelt mit seinen Budengas¬sen und dem Karussell den Römerberg alljährlich in ein Lichtermeer. Plei¬ße Maronen, Kinderpunsch und Glühwein lassen manch einen Wintertag milde erscheinen. Und die Dampfzugfahrten mit der historischen Eisen¬bahn vom Mainkai aus sind an den Adventswochenenden bei Familien immer beliebt.
Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt in der letzten Novemberwoche tradi¬tionell mit dem Glockenspiel der Alten Nikolaikirche, der feierlichen Eröff¬nungsansprache des Stadtoberhauptes und anschließendem Turmblasen vom Altan der Alten Nikolaikirche. Die Turmbläser sind mittwochs und samstags um 18 Uhr zu hören; das Glockenspiel vom Altan der Alten Ni-kolaikirche findet täglich um 9.05 Uhr, 12.05 Uhr und 17.05 Uhr statt. Zum Frankfurter “Markt an Weihnachten”, der bis in das Jahr 1393 zu¬rückverfolgt werden kann, gehört alljährlich auch die sehenswerte Aus¬stellung von Werken Frankfurter Künstlerinnen und Künstler. Sie präsen¬tieren ihre Arbeiten – unter anderem Malerei, Skulpturen und Schmuck – in den Römerhallen und in der Paulskirche.
Die 30 Meter hohe Fichte ist traditionell das Gastgeschenk einer be¬freundeten Stadt. Mit ihren rund 5.000 Lampen, 150 goldenen Glocken
und roten Schleifen ist der Weihnachtsbaum das weithin sichtbare Symbol auf dem Römer¬berg. Nach Ende des Weihnachtsmarktes, an Heiligabend, lädt Frank¬furt seine Bürgerinnen und Bürger von 17 Uhr bis 17.30 Uhr stets zu einem besinnlichen Konzert unter freiem Himmel ein: Aus zehn benachbarten Kirchen ertönt das “Frankfurter Stadtgeläut” mit 50 Glocken.
Römer, U4/5 Römer, Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-21 Uhr, So 11-20 Uhr Tagesaktuelle Infos rund um alle Veranstaltungen des Weihnachtsmarkt sind im Nov. und Dez. zu finden auf www. frankfurt. de
MEISTERHAFT! DAS RAUSCHENDE FEST DER MILLIONEN RUND UM DIE KULTUR
Ein Superlativ in der “kleinsten Metropole der Welt”: Rund drei Millionen Menschen besuchen mittlerweile das Frankfurter Museumsuferfest zu beiden Seiten des Mains.
Ein Wochenende lang, in der Regel Ende August, zieht es Besucher aus aller Welt ebenso wie Frankfurter an den Fluss, zum Tanzen und Feiern, Verweilen und Flanieren. Auf Dutzenden großer und kleiner Bühnen tre¬
ten Musiker, Schauspieler und Kabarettisten auf, dazu säumen hunderte Zelte künstlerischer Initiativen beide Ufer des Mains.
Einzigartiges spielt sich an diesem Wochenende in den über 20 Museen ab, die sich am Nord- und Südufer aneinanderreihen oder sich nahe des Römerbergs befinden: Sie laden die Besucher zu besonderen Program¬men, unterhaltsamen Rundgängen und Mitmach-Aktionen für Kinder und Jugendliche ein. Für alle Gäste ist auch jenseits des Trubels Raum und Zeit, um sich in einen Ausstellungssaal zurückzuziehen, die Kunst wirken zu lassen und die Stille zu genießen.
Natürlich spielt der Main selbst eine Hauptrolle an diesem verrückten Wochenende: Rasante Drachenboot-Rennen finden samstags und sonn¬tags ab dem frühen Morgen bis in den späten Nachmittag hinein statt. Die Regattastrecke führt oberhalb der Flößerbrücke stromaufwärts und ist 300 Meter lang. Unter den Sportlern sind auch Dragonboat-Teams aus der chinesischen Metropole Guangzhou (Kanton), der Partnerstadt Frankfurts.
Auf allen Mainbrücken und an den Ufern versammeln sich die Fans schließlich am Sonntagabend, um mit einem Feuerwerk, einer imposan¬ten Mischung aus Musik und Farben, Abschied zu nehmen von diesem Riesenspektakel der bildenden Künste.
City, U4/5 Römer oder Sachsenhausen, U1/2/3 Schweizer Platt,
Öffnungszeiten: ab ca. 10 Uhr Das ausführliche Programm des Museumsuferfestes erscheint meist im Frühsommer und ist auf den Websites www. museumsuferfest-frankfurt. de und www. frankfurt. de zu lesen.
TIEF IMS GLAS GESCHAUT
Im Wein steckt doch die Wahrheit! Wenn die Frankfurter ein großes Innen¬stadtfest in ihr Herz geschlossen haben, dann ist es der Rheingauer Weinmarkt auf der Fressgass. Über 600 Weine und Sekte werden hier di¬rekt von den anbauenden Winzern aus dem nahen Rheingau präsentiert.
Seit über 25 Jahren verwandelt sich die Fressgass Ende August für 14 Ta¬ge in eine Verkostungsmeile, wo Weinliebhaber über kräftigen Rieslin- gen, eleganten Cuvees oder exklusiven Beerenauslesen die Münder spit¬zen. In der Mittagszeit ist der Weinmarkt für die Angestellten in den Bü¬ros eine willkommene Gelegenheit, sich mit einem Riesling-Sekt wieder zu beleben. Auf Aktionsbühnen mit Musik wird seit jeher verzichtet, dafür sind die rund 400 000 Besucher viel zu sehr mit sich selbst, ihrem Winzer und dem guten Tropfen beschäftigt.

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