Frankfurt Brucken

Der Main verbindet Menschen in ganz Europa. Seine zwei Quellflüsse, der Weiße und der Rote Main, vereinigen sich bei Kulmbach in Bayern, und nach 541 Kilometern mündet der Main schließlich bei Mainz in den Rhein. Er ist – über den Rhein-Main-Donau-Kanal – die wichtigste Verbindung zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer, Bereits um 500 n. Chr. erschien der Fluss bei Frankfurt als ideale Verkehrs- drehscheibe. Auf einer Länge von 27 Kilometern schlängelt sich der Main vom heutigen Stadtteil Fechenheim im Osten bis nach Sindlingen im Westen durch die Stadt.
Im Bereich des Dom- und Karmeliterhügels entstanden die ersten fränki- schen Siedlungen, denn an diesem Ort befand sich eine verkehrsgünstige Furt über das Gewässer: Der Wasserspiegel war an dieser Stelle be- sonders niedrig. Insgesamt elf Furten ermöglichten die sichere Durchquer ung des Mains in den heutigen Stadtgrenzen.
Was lag also näher, als den strategischen Ort “Furt der Franken” zu nen- nen? Die “Francono Furth” wurde von Karl dem Großen erstmals 794 urk undlich erwähnt.
Heute verbinden 19 Brücken und Stege sowie die romantische Fäh- re bei Höchst die südlichen und die nördlichen Stadtteile Frank- furts. Manche Überführung dient allein dem Autoverkehr wie die j ausladende Kaiserleibrücke im Os ten der Stadt oder die Main-Ne- ckar-Brücke, über die Tag und Nacht der moderne InterCityEx- j press der Bahn in den Haupt-bahnhof rollt.
Die Friedensbrücke beim Haupt¬bahnhof, die Alte Brücke nahe der Konstablerwache sowie die Ignatz-Bubis- und die Flößerbrücke, die das Ostend mit Sachsenhausen verbinden, bilden die Hauptverkehrsadern in der kleinsten Metropole der Welt.
Die schönsten Übergänge, der ehrwürdige Eiserne Steg und der modernd Holbeinsteg, befinden sich direkt in der Mitte der Stadt und in unmittel-barer Nähe zum Römer. Beide Main-Überführungen sind reine Fußgänger¬brücken, und jede hat natürlich eine ureigene Geschichte.
Der Eiserne Steg wurde 1868/69 mit finanzieller Unterstützung der Frank¬furter Bürgerschaft erbaut. Die eiserne Fachwerkkonstruktion ruht auf twei Strompfeilern; die Treppenaufgänge sind aus Sandstein gefertigt, [jnter dem Sachsenhäuser Aufgang befindet sich heute eine Bar, die im
Pommer zum Entspannen, Genießen und Verweilen einlädt. Von hier aus st der Blick auf die Hochhaussilhouette besonders reizvoll
Der moderne Holbeinsteg, nur wenige hundert Meter entfernt, ist nach seinem Bau im Jahre 1990 von den Frankfurtern schnell lieb gewonnen worden. Die Hängebrücke, ein Freischwinger, verbindet das Nordufer in Hohe der Nizza-Anlage mit dem Stadel-Museum auf der Sachsenhäuser Seite. Ursprünglich war diese Stahlkonstruktion nur für die Dauer einer umfangreichen Renovierung des Eisernen Steges angebracht. Heute erstrahlt der Holbeinsteg im abendlichen Dunkel als jüngstes Juwel des Frankfurter Brückenensembles.
Sagen und Geschichten über Frankfurts Brücken gibt es viele, doch alte Frankfurter erinnern sich am liebsten an jene der Brüder Grimm:
Der Baumeister der (Alten) Brücke hatte sich verbindlich verwendet, sei-ne Brücke bis zu einer bestimmten Zeit zu vollenden. Dann merkte er, dass dies unmöglich war, da nur noch zwei Tage übrig waren. Da er¬schien ihm der Teufel und versprach, die Brücke in dieser letzten Nacht fertig zu stellen, wenn ihm der Baumeister dafür das erste lebendige We¬sen, das sie überquerte, überließe. Der Vertrag wurde geschlossen und die Frankfurter Brücke vom Teufel flugs über Nacht gebaut. Am nächsten Morgen kam der Baumeister mit einem Hahn und trieb ihn vor sich her über die Brücke – und der Teufel war außer sich. Und wie er sich so be¬trogen sah, packte er zornig das Federvieh, zerriss es und warf es durch die Brücke, wodurch zwei Löcher entstanden.
Der goldene Hahn steht noch heute als Wahrzeichen auf der Alten Brücke.
FRANKFURTS BRÜCKEN IN DIE WELT
Frankfurt unterhält zahlreiche Partnerschaften zu Städten in der gesam¬ten Welt. Zur Zeit sind dies Birmingham, Budapest, Deuil-La-Barre, Gra- nada/Nicaragua, Guangzhou, Kairo, Krakau, Leipzig, Lyon, Mailand, Prag, Tel Aviv, Toronto.

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