Besuch IM Zoo

Seit den Fernsehsendungen von Professor Bernhard Grzimek, dem be¬rühmten Zoodirektor, ist Frankfurts Tierpark weit über seine Grenzen hin¬aus bekannt. Grzimeks Expeditionen in die tanzanische Serengeti, ge¬meinsam mit seinem Sohn Michael, und der Film “Serengeti darf nicht sterben” machten ihn weltweit bekannt. Dabei war Grzimek zunächst in ganz anderer Funktion nach Frankfurt gekommen: Die Amerikaner holten ihn 1945 als Polizeipräsidenten an den Main. Doch Grzimek kümmerte sich mehr um die 20 überlebenden Zootiere und ignorierte den Beschluss der Militärregierung, den Zoo aufzulösen. Er brachte seltenste Tierarten nach Frankfurt, wie Okapis, Bonobos, Spitzmaulnashörner, Gorillas und viele weitere Arten. Einer der ersten Neubauten war Anfang der 50er-Jah re das Giraffenhaus. Heute leben außer den Giraffen noch Klipp¬springer, Ostafrikani¬sche Kronenkraniche, Streifenmäuse, Zwerg¬mäuse und Okapis im Giraffenhaus. Im Anti¬lopenhaus wohnen afrikanische Antilopen¬arten, Bongos und Mhorr-Gazellen. Das laute Trompeten der Mandschurenkraniche ist während der Balzzeit im ganzen Zoo zu hören. Im Nashornhaus teilen sich die Kolosse mit dem spitzen Horn das Terrain mit Flusspferden, nur eine niedrige Eisenstange trennt die Besucher von den Rosa Flamingos und Chileflamingos. Im Katzendschungel sind Löwen und Tiger, Rostkatzen und seit 2005 auch Nebelparder nur durch Glas¬scheiben oder Wassergräben vom Beobachter getrennt. Damit die Suma¬tratiger eine Möglichkeit zum Schwimmen bekommen, wurde ein Teil des Weihers mit einer Besucherbrücke überbaut.
Im Exotarium erwartet den Besucher eine Reise vom Polarmeer zum Ama¬zonas bei Fischen, Echsen, Krokodilen und andere Reptilien. Die Bären¬burg mit den Malaien- und Lippenbären Ted¬dy, Helga, Raja und ihren Kollegen gehört zu den Gehegen, die demnächst naturnah umgebaut werden sol¬len. In der Aquarium¬halle tummeln sich die Eselspinguine in ihrer Südpool-Land¬schaft, rechts fließt der Amazonas, mit Pfauenaugen-Stechro-chen Scheihensalm lern und Buntbarschen. Korallen, Seeigel, Seesterne, Hummer und Mee¬resfische sind in den Aquarien in der weit über 100 Jahre alten Aquarien¬halle zu finden.
Von der Aussichtsplattform im Grzimek-Camp lassen sich Rappenantilo¬pen und Strauße auf ihren Streifzügen durch die Savanne hervorragend beobachten. Das Grzimekcamp im Zoo informiert über Leben und Wirken des Forschers. Hier findet man Nachbildungen seines Flugzeuges und des Jeeps, mit dem er durch die Serengeti fuhr. In einer kleinen Hütte kann man seine Forschungsreisen interaktiv begleiten oder an der Feuer¬stelle entspannen.
Das Nachttierhaus, ebenfalls benannt nach Bernhard Grzimek, zählt zu den größten Nachttierhäusern Europas. Gleich nach der ersten Kurve wird es richtig dunkel, in einem lang gestreckten Wüstengehege sprin¬gen australische Kowaris. Wesentlich gemächlicher geht es bei den Faul¬tieren zu, die ihren südamerikanischen Urwald mit Nachtaffen und Braunhaar-Gürteltieren teilen. Echte Raritäten sind das Fingertier und der Kiwi. 2005 wurden zwei neue Anlagen eröffnet, eine für Okapis – seit Bernhard Grzimek, der 1954 das erste Okapi aus dem Kongo nach Deutschland brachte, eine Frankfurter Spezialität -, die andere Anlage für die seltenen Nebelparder aus Südostasien. In den nächsten Jahren sollen die Frankfurter Lippen- und Malaienbären den neu gestalteten “Bärenbusch” beziehen, und für die Menschenaffen – ebenfalls seit lan¬gem ein Schwerpunkt in Frankfurt – soll auf einer 11 000 Quadratmeter großen Fläche das moderne “Bonoboland” entstehen.
Ostend, Alfred-Brehm-Platz 16, Info-Hotline: 06921233735, U6/U7 Zoo,
Das Exotarium öffnet um 10. OO Uhr und das Grzimek-Haus um 9.30 Uhr Abendöffnung Exotarium von Oktober bis März jeden Freitag bis 21.00 Uhr
Öffnungszeiten: im Sommer, tägl. 9-19 Uhr, im Winter tägi. 9-17 Uhr, www.zoo-frankfurt.de HINWEIS
Bei einem “Tag im Zoo” kann man die Tierpfleger einige Stunden bei ihrer Arbeit begleiten, beispielsweise in den Affenanlagen, im Exotarium, im Katzen¬dschungel oder auf den Robbenklippen. Nicht für Allergiker und Kinder unter zwölf Jahren. Kosten:
75 € pro Person, Kinder unter 14 Jahren aus Sicher¬heitsgründen nur in Begleitung eines Erwachsenen.

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